Salzburger Fußballtradition

Seit 2005 ist Red Bull, das Unternehmen von Milliardär Didi Mateschitz auch im Fußball aktiv. Seine Firma sponserte schon lange zuvor viele Sportarten und Sportler in Österreich und auf der ganzen Welt. Doch als es der alten Salzburger Austria in finanzieller und sportlicher Hinsicht richtig schlecht ging wagte Mateschitz den Sprung in den Fußball und übernahm den Salzburger Traditionsklub. Anfangs freuten sich auch die Hardcore Fans und rechneten mit einem üblichen Sponsoring, doch Red Bull hatte mit dem Klub andere Pläne, man wollte einen neuen Klub kreieren der so gar nichts mit den Traditionsfarben Weiß-Violett zu tun hat. Schön und gut, der Geldgeber schafft eben an und von nun an hatte der Salzburger Klub auch eine Perspektive um die Meisterschale zu spielen und nicht wie zuvor jährlich gegen den Abstieg zu kämpfen. Dass diese Verwandlung einigen alteingesessenen Fans nicht sehr gefiel war zu erwarten und so gründete man nach erfolglosen Verhandlungen mit Red Bull um die Vereinsfarben die Salzburger Austria neu.

Tradition ist nicht alles

Das ist an sich kein Problem, jedoch die Hetzkampagne gegen Red Bull Salzburg, dank der Aktionen der Fans der Austria Neu geriet der Getränkekonzern und vor allem die Mannschaft in ein durchaus schlechtes Licht. “Red Bull zerstört den Fußball” ist nur einer der Standard-Slogans. Fakt ist aber dass mit dem Einstieg von Red Bull in den Salzburger Fußball das erste Mal eine Perspektive geschaffen wurde von der man zuvor in Fußball-Österreich einfach nur träumen konnte. Salzburg spielt jedes Jahr um den Meistertitel mit, holt die meisten Punkte für Österreich im Europacup und ist haupt-verantwortlich für den guten Rang im europäischen Fußball. Red Bull bietet eine Jugendarbeit die seinesgleichen sucht und von der jeder Verein in Österreich profitiert. Denn viele Jungprofis haben es von der Salzburger Akadamie in die Bundesliga oder ins Ausland geschafft. Es kicken Spieler in Salzburg die vor dem Einstieg von Red Bull wohl kaum in die Alpenrepublik gekommen wären und das hebt das Niveau der Liga natürlich um einiges.

Neidgesellschaft

Ein großes Problem sehe ich zudem bei den österreichischen Medien. Wie kann es sein dass renommierte Zeitungen sich in riesige Artikel darüber lustig machen wie Salzburg gegen einen unterklassigen Gegner im letzten Moment das Weiterkommen im Cup sichert währenddessen jedoch der regierende Meister Austria Wien im Bewerb gegen einen auch unterklassigen Gegner ausscheidet. Letzteres wird natürlich unter den Teppich gekehrt, weil es eben nicht Red Bull Salzburg ist.

Man muss natürlich zugeben dass nicht immer alles gleich von Anfang an perfekt lief in der Fußballwelt von Red Bull, so ein Projekt braucht eben Zeit doch heute sieht es so aus als hätte man diese lange und schwierige Phase überdaut und man stellt eine Mannschaft die den besten Fußball in der Geschichte von RB Salzburg spielt, zudem auch die jüngste und wohl stärkste Truppe. Seit der Verpflichtung von Rangnick & Schmidt kann man ein klares Konzept erkennen und es scheint endlich Kontinuität eingekehrt zu sein. Die Mannschaft ist stark wie nie zuvor. Als Bullenfan kann man sich mit ziemlicher Sicherheit auf eine rosige Zukunft freuen.

Natürlich wird es immer wieder Rivalität zwischen beiden Lagern geben, jedoch hoffe ich dass sich diese in einem Ausmaß bewegt die nicht gefährlich ist und hier der Fußball noch im Vordergrund steht – nicht etwaige Ausschreitungen. Man hat jedenfalls in Salzburg einen Top-Verein und in Maxglan scheint wohl auch einiges zu entstehen.

Das könnte dich auch interessieren …